Arbeitsplatz Auto: Sicherheit hat Vorfahrt

Arbeitsplatz Auto: Sicherheit hat Vorfahrt
Freitag, 8. Juli 2016

Das Auto ist im Pharmaaußendienst ein unverzichtbares Arbeitsinstrument – gleichzeitig aber auch ein großer Kostenfaktor. Und das nicht zuletzt deshalb, da Unfälle mit Sach- und Personenschäden vorprogrammiert sind. Viele Gefahrenquellen lassen sich jedoch mit einem intelligenten Fuhrparkmanagement umgehen.

Laut statistischem Bundesamt erfasste die Polizei im ersten Quartal 2016 rund 577.000 Verkehrsunfälle in Deutschland. Den vielfältigen Gefährdungen im Straßenverkehr sind Personen, die beruflich viel mit dem Auto unterwegs sind, in besonderem Maße ausgesetzt. Eine davon betroffene Berufsgruppe sind Mitarbeiter im Pharmaaußendienst. An das Fuhrparkmanagement im Unternehmen stellt das besondere Anforderungen. Grundlage sind dabei Strukturen und Prozesse, welche die Sicherheit des einzelnen Mitarbeiters in den Fokus stellen. Dabei geht es nicht nur darum, im Falle eines Falles effizient reagieren zu können, sondern auch Maßnahmen zu ergreifen, damit es erst gar nicht so weit kommt.

Die richtigen Rahmenbedingungen

Um Gefahrenquellen für den Außendienstmitarbeiter von Anfang an zu minimieren, ist schon bei der Auswahl des Fahrzeugtyps durch den Arbeitgeber höchste Sorgfalt geboten. Zuverlässigkeit, hohe Qualität und Sicherheit haben hierbei absolute Priorität. Und auch die Ausstattung und Ausrüstung müssen den hohen Anforderungen gerecht werden. Hierzu zählen zum Beispiel das günstige Abschneiden im Crashtest, eine gute Rundumsicht und die uneingeschränkte Erkennbarkeit der Anzeigenistrumente. Da der Außendienstmitarbeiter einen Großteil seiner Arbeitszeit im Auto verbringt, ist zudem ein hohes Maß an Komfort ein wichtiger Faktor bei der Fahrzeugwahl und -ausstattung. Das wirkt sich nicht nur indirekt auf die Sicherheit aus, sondern steigert auch die Mitarbeiterzufriedenheit.

Sicher unterwegs

Der Mitarbeiter im Pharmaaußendienst handelt in einem hohen Maße eigenverantwortlich. Wenn es in einer konkreten Gefahrensituation darum geht, Gefährdungen und Belastungen zu erkennen sowie eventuell Gegenmaßnahmen zu ergreifen, ist er größtenteils auf sich allein gestellt. Mit der Übergabe des Firmenfahrzeuges hört die Verantwortung des Arbeitgebers trotzdem längst noch nicht auf. Denn das Fuhrparkmanagement kann die richtigen Weichen stellen, die für den Mitarbeiter die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl insgesamt erhöhen. Hierzu zählen neben klaren Regelungen und eindeutigen Ansprechpartnern auch ein Angebot an regelmäßigen Schulungen und Trainings.

Fahrsicherheitstraining

Gerade Berufseinsteiger mit wenig Fahrpraxis können ihre Grenzen der Fahrzeugbeherrschung oftmals noch nicht so gut einschätzen. Aber auch routinierte Fahrer profitieren davon, ihre Fahrweise weiter zu optimieren. Eine gute Möglichkeit bieten hierzu Fahrtsicherheitstrainings. Sind Mitarbeiter dienstlich unterwegs oder fahren mit dem Auto zur Arbeit, übernehmen viele Berufsgenossenschaften die Kosten für die Trainings. Die Teilnehmer lernen dabei die wichtigsten Gefahrenquellen kennen, wie sie kritische Situationen vermeiden und im Ernstfall richtig reagieren.

Fazit

Als Arbeitgeber Verantwortung zu übernehmen und in die Sicherheit der Außendienstmitarbeiter sowie die Effizienz des Fuhrparks zu investieren lohnt sich doppelt: Zum einen trägt ein hohes Sicherheitsgefühl und damit die Verbesserung der Arbeitsbedingungen maßgeblich zur Mitarbeiterzufriedenheit bei. Zum anderen können durch Reduzieren der Unfallzahlen die Effizienz und Wirtschaftlichkeit des Fuhrparks langfristig gesteigert werden.

 

In: Healthcare Marketing 7/2016